Mein Erlebnis

Schmidt

 

Sergej Schmidt aus Marburg-Schröck

 

Sergej wurde in 1978 geboren, er wohnte mit seinen Eltern im Dorf Bologoe im Oblast Omsk / Sibirien, etwa 130 km von der Hauptstadt entfernt.

Mit seinen Eltern reiste er in 1994 nach Deutschland aus und kam in ein Übergangswohnheim in der Nähe von Bremerhaven / Niedersachsen. Nach 5 Tagen zog die Familie nach Lathen in Niedersachsen. Dort hatten russische Freunde, die schon zwei Jahre vorher hierhergekommen waren, eine Wohnmöglichkeit besorgt, man kannte sich aus der Zeit von Omsk. Die Eltern leben heute noch in Lathen und besuchen ihren Sohn und seine Familie mehrmals im Jahr.

Mit 16 Jahren kam Sergej mit Drogen und Alkohol in Berührung und wurde abhängig. Leider kamen auch noch kriminelle Vergehen hinzu, was den Eltern sehr viel Sorgen und Kummer bereitete.

Im Frühjahr 2013 wurde über Bekannte der Mutter, die zu der Zeit im Krankenhaus lag, der Kontakt zu Waldemar Bechler, Leiter der WG Rettungsarche, Selbsthilfeeinrichtung für Suchtkranke, Dreihausen hergestellt. Sergej hat sich am Telefon verpflichtet, eine Therapie zu beginnen und ist auch sofort nach Dreihausen gereist.

Hier hat er ein Jahr lang gelebt und hier baute er eine Beziehung zu Gott auf. Bei den Gottesdiensten in Schröck, ist ihm klargeworden, dass es gut ist, die Therapie zu machen und sein Leben neu zu ordnen.

Die ersten Monate der Therapie waren verständlicherweise sehr schwer für ihn. Er hatte psychische Probleme und war auch körperlich geschwächt. Aber nach intensiver, entsprechender Unterstützung durch die Mitarbeiter der Rettungsarche und seine Mitbewohner, kam er wieder auf den richtigen Weg. Nach einem Jahr Therapie arbeitete er vier Jahre als Maurerhelfer im Zweckbetrieb der Rettungsarche.

Im Jahr 2015 hat er seine Führerscheinprüfung bestanden, er wohnte damals in einer Wohngemeinschaft über der Nachsorge WG der Rettungsarche in Schröck.

Inzwischen hatte er Ella kennengelernt, die seit zwei Jahre die Frauen WG in Marburg/Schröck leitet und am 09. 07. 2016, haben die beiden geheiratet. Ella hat ihren Sohn Daniel mit in die Ehe gebracht, nun wohnt die kleine Familie in einer Mietwohnung in Schröck.

Sergej hat zwischenzeitlich im Juni 2017, seine Maurer-Meisterprüfung bestanden. Seit 02. 02. 2018, hat er sich als Maurermeister selbständig gemacht und nebenbei hat er hobbymäßig eine Bienenzucht mit 7 Bienenvölkern begonnen. So hat Gott seine führende und segnende Hand über ihn gehalten und wird auch weiterhin immer mit ihm sein, Gott ist immer da!

 


Marcus HeinzMarcus Heinz

Marcus wurde am 21. 9. 1972 in Fürstenhagen, einem Ortsteil von Hess. Lichtenau in Nordhessen, geboren. Er wuchs bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, da sich der Vater aus dem Staube gemacht hatte. Er besuchte die Hauptschule in Kassel.

Nach Abschluss begann er eine Lehre als Heizungsbauer, beendete diese aber nach einem Jahr und begann eine neue Lehre als Kfz.-Mechaniker in einem Autohaus, beendete diese aber wiederum nach einem Jahr. Nun arbeitete er als Aushilfe hier und da, hatte sog. falsche Freunde und kam mit 17 Jahren mit dem Rauchen von Joints in Berührung.

Jetzt begann die kriminelle ,,Karriere“ die sog. Beschaffungskriminalität mit diversen Einbrüchen.

Mit 19 Jahren hatte er als Beifahrer mit mehreren ,,Freunden“ im Auto, einen schweren Unfall, bei dem er eine Wirbelsäulenverletzung davontrug. Nun musste er längere Zeit in einem Reha-Zentrum verbringen. Dort begann er eine Umschulung zum Bürokaufmann, auch diese hat er nach einem Jahr beendet. Er hatte keine Lust zum Arbeiten.

Von der Unfallversicherung bekam er in mehreren Raten insgesamt 50000,- DM als Schmerzensgeld ausgezahlt. Zuletzt eine Summe von 30000,- DM, die er sich in bar von der Bank auszahlen ließ. Jetzt bekam die kriminelle Karriere eine neue Qualität.

Mit dieser Summe fuhr er nach Frankfurt am Main, nach vier Wochen war das ganze Geld ausgegeben und er musste wieder zurück nach Nordhessen. Er hatte in Frankfurt Kontakte mit vielen Drogenabhängigen und -dealern.

Er wohnte zwei Jahre in einer WG in Dörnberg bei Kassel. Hier lernte er eine Frau kennen, mit der in 1998 einen Sohn bekam, sie waren nicht miteinander verheiratet. Dieses Kind wurde mit drei Jahren der Mutter abgenommen und in eine Pflegefamilie gegeben. Die Mutter des Jungen ist inzwischen verstorben.

Von 1997 bis 2010 betrieb er weiter Drogengeschäfte, musste sich mehreren Hausdurchsuchungen gefallen lassen. Nach mehreren Gerichtsverhandlungen wurde er im Jahre 2012 zu 23 Monaten Gefängnis verurteilt, die er in Kassel-Wehlheiden und in Hünfeld verbüßte.

Inzwischen haben wir Sommer 2014, mit 2300,- € Arbeitslohn aus der Gefängnisarbeit, als Startkapital, fuhr er wieder nach Frankfurt, um das Geld in zehn Tagen zu verprassen.

Nun lebte er drei auf der Straße in Frankfurt, bis ihn ein Evangelist, der Essen und Trinken verteilte, ansprach. Ein Anruf in Dreihausen bei der Rettungsarche und der nette Evangelist fuhr mit ihm nach Dreihausen. Vom 1. 8. 2014 bis 1. 8. 2015 befand er sich in Therapie und hier baute er eine Beziehung zu Gott auf, bis dahin hatte er mit Religion und Gott wenig oder nichts zu tun gehabt.

Marcus ist der erste Deutsche, der in Dreihausen die Therapie erfolgreich beendete. Er arbeitet jetzt als Bauhelfer bei der Firma Paul Bichert in Dreihausen, der ebenfalls in der Rettungsarche seine Therapie erfolgreich beendet hat. Nach 17 Jahren hat Marcus mit seiner Mutter wieder guten Kontakt hergestellt und nach 14 Jahren auch den Kontakt zu seinem Sohn wieder aufgenommen. Seine Schulden in Höhe von 10000 € hat er inzwischen abgetragen, er hat den Führerschein erneut gemacht. Im Dezember 2017 hat er geheiratet und im November 2018 erwarten die Eheleute Heinz ihren Nachwuchs. Marcus ist glücklich über die neue Freiheit – keine Drogen, keine Zigaretten, keinen Alkohol.

Sein Motto: Jesus rettet !

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