Presse über uns

HÜNFELD Neue Zweigstelle im Klosterhof in Molzbach

Eröffnung und Tag der offenen Tür der „Rettungsarche e. V.“

(v.l.) Leiter der WG in Molzbach Kyrill Kuznecov; Leiter der WG der Rettungsarche Waldemar Bech-ler; Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf; Leiterin der Rettungsarche Lina Vogel; Orga-nisationsleiter der landwirtschaftlichen Abteilung Alexander Klipfel und Leiter der landwirtschaftli-chen Abteilung in Molzbach Alexander Klester-Helfer - Foto: LBHS

 

Aktuelles aus Hünfeld

Wege aus der Sucht

Hünfeld-Molzbach. Es herrscht wieder Leben im ehemaligen Klosterhof Molzbach. Seit wenigen Wochen hat dort die erste Niederlassung der „Rettungsarche e.V.“ ihre Arbeit aufgenommen. Dort leben mittlerweile neun Männer in einem Therapieprogramm, um sich von der Sucht nach Drogen oder Alkohol zu befreien. Jetzt waren die Molzbacher zu einem Tag der Offenen Tür eingeladen, zu dem auch Ortsvorsteher Udo Tischler und Stadträtin Martina Sauerbier und die Landesbeauftragte für Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, gekommen waren.

 

10 Jahre Rettungsarche e.V.

Soziale Betreuung, Arbeit und neue Perspektiven – seit zehn Jahren ist die Rettungsarche Anker für zahlreiche vom Weg abgekommene Menschen. Mit einem großen Fest feierten Bewohner und Gäste das Jubiläum.

29.08.2016 Oberhessische presse

10 Jahre Rettungsarche e.V.

Mehr als 200 Gäste konnten die Bewohner am vergangenen Samstag auf dem Hof der Rettungsarche in Dreihausen begrüßen.

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf besucht Drogentherapieeinrichtung für Spätaussiedler

Sozialwerk „Rettungsarche e.V.“ – eine Erfolgsgeschichte

V.l.n.r: Roland Rauschmayer; Vorsitzende der „Rettungsarche e.V.“ Lina Vogel; Büroleiter der LBHS Carsten Becher; Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf; Ralph-Dieter Wilk von der Suchthilfestiftung Heidelberg; Frau Annette Ohrmann, Unterstützerin „Rettungsarche e.V.“; Waldemar Bechler, Leiter der Wohngemeinschaft © „Rettungsarche e.V.“

Ebsdorfergrund. Im Dezember besuchte die Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, das Sozialwerk „Rettungsarche e.V.“ in Ebsdorfergrund bei Marburg, das seit dem Jahr 2011 vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration als Drogentherapieeinrichtung anerkannt ist. Die Vorsitzende der Selbsthilfeeinrichtung, Frau Lina Vogel, informierte über das Projekt „Hinführung jugendlicher und junger erwachsener Spätaussiedler mit einer Drogenproblematik in die Lebens- und Arbeitswelt“, das in diesem Jahr mit Fördermitteln des Ministeriums zur Integration von Spätaussiedlern gestartet wurde.

Das Sozialwerk fordert von jungen suchtkranken, überwiegend  russischsprachigen  Spätaussiedlern ein Leben ohne Drogen jeglicher Art. Die „Rettungsarche“ bietet den Hilfesuchenden einen stabilisierenden Alltag in einer  Wohngemeinschaft von Betroffenen aus  ähnlichem und damit vertrautem kulturellem Umfeld mit handwerklicher und landwirtschaftlicher Arbeit. Die Wohn- und Lebensgemeinschaft funktioniert nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Bereits länger in der „Rettungsarche“ lebende ehemalige Drogenabhängige helfen den Neuankömmlingen aufgrund eigener Erfahrungen und durch ihre Vorbildfunktion auf dem Weg in ein drogen- und suchtfreies Leben.

Die Vorsitzende der „Rettungsarche“ führte die Landesbeauftrage durch die Wohn- und Arbeitsgebäude und erläuterte das neue Projekt „Hinführung jugendlicher und junger erwachsener Spätaussiedler mit einer Drogenproblematik in die Lebens- und Arbeitswelt“. Das Projekt richte sich an Aussiedler, die nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland wegen ihrer Suchterkrankung kaum Arbeitserfahrungen sammeln konnten. Voraussetzung für die Teilnahme sei, dass die erste Phase des Drogenentzugs abgeschlossen sei. Das Projekt verstehe sich als Vorstufe zu einer beruflichen Ausbildung. Die Heranführung an unterschiedliche berufliche Tätigkeiten und einfache Arbeitsabläufe in den vier Bereichen Hausverwaltung/Wartung, Küche/Hauswirtschaft, Landwirtschaft/Gartenbau und Renovieren/Reparieren, fördere und erleichtere die spätere Aufnahme einer Beschäftigung der erwerbslosen Spätaussiedler.

Erfreut zeigte sich die Vorsitzende über die hohe Akzeptanz des Sozialwerks bei den Einheimischen in Ebsdorfergrund. Es gebe ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis und zahlreiche Kontakte zu den Ortsansässigen. Die „Rettungsarche“ biete regelmäßig kulturelle Veranstaltungen an und „Tage der offenen Tür“, an denen sich die Einwohner über die Arbeit mit den Suchtkranken informieren können. Durch die Kontakte mit den Einheimischen würden nicht zuletzt die deutschen Sprachkenntnisse der Spätaussiedler stetig verbessert. Auch dies sei ein Ziel der „Rettungsarche“.

Landesbeauftragte betonte ihre Verbundenheit mit dem Sozialwerk

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf  betonte ihre Verbundenheit mit dem Sozialwerk „Rettungsarche e.V.“: „Ich bin tief beeindruckt von den persönlichen Schicksalen dieser jungen Menschen, die als Heranwachsende in die Sucht abgeglitten sind, was in den meisten Fällen auch zu einer Trennung von ihren Familien geführt hat. Mit Hilfe der „Rettungsarche“ und der in der Einrichtung praktizierten gegenseitigen Unterstützung und Motivation sind sie auf dem Weg, in ein normales Leben zurückzufinden“. Sie freue sich über die stetige Weiterentwicklung der sozialen Einrichtung und sprach der Vorsitzenden Lina Vogel und dem Leiter der Wohngemeinschaft, Waldemar Bechler, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Anerkennung und Hochachtung für das große Engagement und die geleistete Arbeit aus. Auch im Namen der Landesregierung sage sie herzlichen Dank.

Zur Entwicklung der Wohnsituation erklärte Frau Vogel, dass die Selbsthilfeeinrichtung seit 2003 in Ebsdorfergrund arbeite, zunächst im Ortsteil Hachborn und seit 2009 in einem Bauernhof in Dreihausen. „2012 konnten wir zusätzlich in Marburg-Schröck eine ehemalige Gaststätte mieten. Die jungen Männer der ‚Rettungsarche‘ packten kräftig bei Umzug und Renovierung an. Jetzt finden dort Gottesdienste und andere Veranstaltungen statt. In beiden Häusern leben und arbeiten derzeit 30 junge Männer“, so Frau Vogel. Im August 2014 sei der „Rettungsarche“ in Schröck ein kleines Wohnhaus gespendet worden, das in Eigenregie geräumt und renoviert worden sei. Dort lebten in einer Frauen-Wohngemeinschaft vier Hilfe suchende Spätaussiedlerinnen aus Russland. Frau Vogel dankte der Landesbeauftragten für Ihren Besuch und ihre Unterstützung und versicherte: „Diese Arbeit ist zum wichtigsten Teil meines Lebens geworden. Die jungen Leute in der Reha-Arbeit stehen mir so nahe wie meine eigenen Kinder“.

Bouffier beschenkt Phantasten

Zeitung portal

Zeitung portal