Soziale Betreuung

  • Tagesbetreuung von durch Drogen in Not geratene Menschen

  • Wohngemeinschaft

  • Wiedereingliederung durch verschieden praktische Arbeitsprojekte

Integrative Ausbildung

  • Da die berufliche Qualifizierung ein ganz wesentlicher Bestandteil der Voraussetzung für ein drogenfreies Leben bildet, bieten wir in unseren Zweckbetrieben Qualifizierungsmaßnahmen, an denen die Bewohner teilnehmen können. Dabei kooperieren wir auch mit heimischen Unternehmen.

Förderung der gemeinnützigen Arbeit

  • Arbeitsprojekte

  • Zweckbetrieb

Unser Angebot für Sie!

In einem kleinen Dorf in der Nähe von Marburg stehen zwei Häuser. Äußerlich sieht man keinen Unterschied zu den anderen Häusern in der Gegend, doch in diesen Häusern, die den Namen „Rettungsarche“ tragen, wohnen ca. 25 junge Männer, deren Vergangenheit sich extrem von anderen unterscheidet.

Und obwohl man es an ihren glücklichen Gesichtern und ihrer freundlichen Art nicht ansieht, sind diese Jungs früher einmal drogen- und/oder alkoholabhängig gewesen. Sie haben jahrelangen Konsum von harten Drogen und jahrelange Gefängnisaufenthalte hinter sich. Jetzt ist die Rettungsarche zu ihrem Zuhause geworden.

Die beiden Häuser haben eine landwirtschaftliche Abteilung mit Kühen, Schweinen, Geflügel und Kaninchen, um die sich die Bewohner kümmern. Die jungen Männer lernen so Verantwortung zu übernehmen und sich um den Haushalt zu sorgen. Die Jungs rauchen und trinken nicht, ihre Vergangenheit und ihre Lebenserfahrung hat sie abgehärtet und widerstandkräftig gemacht. Sie scheuen sich nicht vor jeglicher Arbeit und erledigen ihre Aufgaben mit beneidenswerter Verantwortung.

 

Leben in einer Großfamilie

Waldemar Bechler
Die Lebensgemeinschaft funktioniert nach der Methode der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die bereits länger in der Gemeinschaft lebenden Suchtkranken verhelfen den Neuankömmlingen auf der Grundlage eigener Erfahrungen und durch Vorbildfunktion.

Die Bewohner leben mit ihren Betreuern 24 Stunden am Tag zusammen. Die Betreuer sind Personen, die die Entwöhnungstherapie bei der Rettungsarche erfolgreich absolviert haben und sich für diese Arbeit besonders eignen.

Die Organisation des Alltags, die zu erledigenden Arbeiten, Aufgaben und Pflichten werden gemeinsam geplant und entsprechend den entwickelten Fähigkeiten des Einzelnen selbstverantwortlich wahrgenommen und erledigt.

Innerhalb der therapeutischen Gemeinschaft stoßen die Bewohner, Süchtigen und Straftäter möglicherweise zum ersten Mal auf eine Gemeinschaft, ein Gefühl der Zugehörigkeit und Verständnis für ihre Lebenssituation. Ich würde das eher als eine Großfamilie bezeichnen.

Die Voraussetzung zur Teilnahme am Leben in der therapeutischen Gemeinschaft ist die Einsicht Hilfe zu brauchen und die Bereitschaft Hilfe anzunehmen. Niemand kann einen Menschen zum Lernen zwingen. Menschen lernen nur, wenn sie es selbst wollen.

Um eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung der Bewohner zu gewährleisten, bedarf es einer anregenden, sie fordernden und fördernden Umgebung.

Waldemar Bechler, Leiter der Wohngemeinschaft